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4-Wochen Törn rund um den Peloponnes
I. Teil, Von Nydri nach Kyparissia

4-week cruise around the Peloponnese - Part 1, From Nidri to Kyparissia

Juni 2021
Ein Törnbericht von W. Schock

Jetzt fahren wir mal woanders hin! Dauernd Karibik ist langweilig, zumal wir die meisten Inseln schon gesehen haben, so der Tenor von Ernst.  Dies war vor vielen Jahren und seitdem hat uns ein griechischer „Skorpios“ gestochen. Yogi aus Kolumbien, Ernst und ich (Walter) aus dem „Fränkischen Seenland“ segeln nunmehr seit vielen Jahren in 4 Wochen einmal „Rund um den Peloponnes“.

Seit Jahren sind wir Kunden bei Skorpios Charter in Nydri. Abwechselnd mit der Panopea und Erinika, je 40 ft, jeweils 3 Kabinen, 2 Nasszellen, Solarpaneele, usw., das volle Programm.

Angekommen am Airport in Preveza steht schon ein Mietwagen für uns bereit, organisiert von der lieben Zoe. Auf dem Weg zur Skorpios Basis nach Nydri machen wir einen Aufschießer in den Lidl und bunkern gemäß der vorbereiteten Proviantliste allerlei Nötiges und sonstigen unnützen Kram. Unterwegs werfen wir kurz beim Metzger den Handbremsanker und kaufen eine Lammkeule.

Die sollte für die ersten Tage reichen. In Nydri erwartet uns schon das Team um den Basisleiter Herbert und ohne langes Rumgeeiere checken wir ein. Vasilis erklärt nochmal alle Funktionen ausführlich an Bord. Obst, eine Flasche Sekt und die überzogenen Betten gaben uns das Gefühl gern gesehene Gäste zu sein. Uns dreien pressiert in diesem Leben nix mehr und so beschließen wir, den restlichen Einkauf morgen zu erledigen. Zum Abendessen fahren wir nach Harakiri, so wird das Bergdorf von uns genannt, in dem in der Taverne die Spezialität „Splinandero“ und „Kokoretsi“ serviert wird.

Die Tavernen an der Promenade von Nydri besuchen wir natürlich auch ausgiebig, besonders die Kneipe mit Diana.  

Montag, 13:00 alles klar an Bord, alles gecheckt, gebunkert, nichts zu bemängeln. Auf geht’s, Maschine an, Leinen los und ab Richtung Poros auf Kephallonia. Zum Eingewöhnen bläst uns ein laues Windchen mit 5 kn voran. Unser Yogi ist begeistert und in Erinnerung an seine Seemannszeit vor vielen Jahren, legt er das Geschirr (Lifebelt) an, um sich wie in alten Zeiten zu fühlen. Unter Groß und Genua zotteln wir dahin. Ernst und ich probieren verschiedene Segelstellungen aus und kommen zu dem Schluss, dass wir uns keinen Stress machen wollen. Also lass mers bleiben. Vor der Hafeneinfahrt in Poros holen wir die Segel ein und kurz darauf verkündet Ernst, dass jetzt 30 m Kette draußen sind und der Anker hält. Yogi macht gerade die Heckleinen fest. Welche Vielfalt an Seemännischen Knoten er mit einer Leine drauf hat, erstaunt uns jährlich aufs Neue. Das Anlegebierchen trinken wir in der Hafenkneipe.

Der nächste Morgen: Ein ausgiebiges Frühstück. Der Blick in das Müsli vom Yogi erinnerte mich an Arbeiter, die mit Lehm, der mit Kurkuma vermischt ist, ein Haus verputzen. Und dann Leinen los, Anker auf und Kurs Höhlenbucht. Mit Halbwind bei schönsten Bedingungen dauert es nur wenige Stunden und schon ist das Feuer von Petalas auf der Huk zu erkennen.

Kaum um die Ecke ist es vorbei mit dem Wind. Die Segel werden eingeholt und wir steuern den Ankerplatz „zum grünen Baum „an. Eine Bucht, einsam, wunderschön und riesig. Kein einziges Boot außer uns. Weils so schön ist, beschließen wir am nächsten Tag noch zu bleiben und die Höhle, nach der wir die Bucht benannt haben zu erkunden und die Ruhe auf uns einwirken zu lassen.   Mit Kochen Höhle erforschen und Würmer baden (Angeln) verbringen wir den Tag. Nachts brist es ordentlich auf und so fahren wir, sicher an 30 m Kette auf 3m Wassertiefe hängend stundenlang Karussell. Irgendwie war es schön!

Als nächstes Ziel ist Zakynthos geplant. Die paar sm haben wir in kurzer Zeit unter der „eisernen Genua“ zurückgelegt. Der Stadthafen, übervoll, laut und stinkig lädt uns nicht zum Verweilen ein. Auch abends kehrt keine Ruhe ein. Nix wie weiter.

 Katakolon ist das Tagesziel. Mäßige Winde verheißen entspanntes Segeln und als wir das Kap runden und Katakolon vor uns sehen, sehen wir auch einen riesigen Touristentruppentransporter. Wir finden einen schönen Ankerplatz und genießen Lamm mit Bohnen, Zaziki und einen guten Rotwein. Alles aus der eigenen Kombüse!

Kyparissia mit seinen 5000 Einwohnern liegt auf halben Weg zwischen Katakolon und Pylos. Die Ansteuerung ist problemlos und Platz ist allemal genug. Wir gehen längsseits an die Mole. Hier werden wir mit den Ereignissen der Migration konfrontiert. Ein Einheimischer, der die Landleinen in Empfang nahm, erzählte uns, dass der an der Pier liegende verrosteter Kahn, dieser Tage zu nächtlicher Stunde mit ca.100 Flüchtenden anlegte. Der Bemalung des Schiffes nach kamen alle aus dem arabischen Raum. Binnen 10 Minuten sei das Schiff leer gewesen und die Migranten zerstreuten sich in alle Richtungen.

15/07/2023
News
Finally, Carnival again!

Endlich wieder Karneval!

Unser schönes Lefkada (auch Lefkas genannt) ist wohl ein bekanntes Segelzentrum im Ionischen Meer und Sitz von zahlreichen Yachtcharter Unternehmen, aber auch ein aufstrebendes Kulturzentrum, das einiges zu bieten hat.

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